Neue Spitzentechnik für aufstrebende Märkte

„Mit dem erweiterten Produktprogramm möchten wir in den boomenden Wirtschaftsregionen der Welt Fuß fassen. Für diese Märkte, beispielhaft seien hier Brasilien und Indien genannt, war unser sehr hochwertiges Maschinenprogramm bisher überdimensioniert. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unser Sortiment um eine günstigere Produktreihe zu erweitern. Nun können wir auch preissensitive Märkte sehr zielgenau ansprechen“, sagt Rolf-G. Krupezki, Geschäftsführer der Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG.

„Wir rechnen uns aus, dass wir in den ersten zwölf Monaten mehr als 200 der neu hinzugekommenen Maschinen verkaufen können, dieses Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, so Krupezki. Sägen, Fräsen, Hobel- und Bohrmaschinen der Marke Martin werden also demnächst auch vermehrt in Rio, Kapstadt, und Neu-Delhi verkauft werden. Darüber hinaus wird Martin die Neuheiten auch in ausgewählten europäischen Märkten anbieten. „Denn auch innerhalb unserer Stammmärkte ist es uns natürlich sehr wichtig, die Anwender schon frühzeitig an die Marke Martin heranführen zu können. Das ist uns nun Dank eines noch breiteren und besser gestaffelten Sortiments möglich“, ergänzt Michael Mühldorfer, Marketingleiter im Hause Martin.

„Bei der Fertigung ging Martin“, so erläutert Mühldorfer, “sehr bewusst eine enge Kooperation mit einem renommierten und traditionsreichen Hersteller aus Italien ein. Es war uns sehr wichtig, für die Fertigung nicht den Weg nach China suchen zu müssen, sondern dem Kunden ausgereifte und zuverlässige Technik „Made in Europe“ anbieten zu können.“

„Die Marke MARTIN verspricht dem Kunden hohe Qualität und Zuverlässigkeit, unser Ziel ist eine darauf basierende lange Kundenbindung. ‚Einmal Martin – immer Martin‘, so muss der Slogan weltweit lauten“, sagt Krupezki. „Langfristiges Ziel unserer Sortimentspolitik ist es, unseren Kunden ein Angebot zu schnüren, das sie in allen Belangen ihrer handwerklichen Produktion unterstützt.“ Das gesteckte Ziel ist, in sämtlichen wichtigen Märkten der Welt eine frühzeitige Markenbindung zu erreichen und so die Marke Martin weltweit zu etablieren.

Der erste Schritt wurde bereits Ende März getan, die neuen Maschinen wurden auf der „Fimma Brasil“ in Bento Gonçalves vorgestellt und sehr gute Nachfrage erzielt. „Die gute Resonanz zeigt uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben“, freut sich Krupezki.

Formatsägen werden von Experten oft als eine der wichtigsten Maschinen einer Werkstatt eingestuft. Deshalb ergänzt Martin das Sortiment unter anderem auch mit einer neuen Formatkreissäge. Die Maschine wird in drei Varianten angeboten und hört auf die Namen TC630, TC640 sowie TC650. Zielkunden der TC - Baureihe sind alle Kunden, deren Hauptaugenmerkt auf hoher Schnittgüte an Plattenwerkstoffen liegt. Denn bereits in der Grundausstattung erhält der Kunde eine mit einem vollwertigen Vorritzaggregat ausgestattete Maschine, die mit einer Besäumtischlänge von 3200 mm und einer Schnittbreite von 1050 mm keinen Vergleich scheuen muss. Die Bedienelemente aller Sägen befinden sich gut zugänglich in Arbeitsposition. Sowohl die Schwenkung des Sägeblattes als auch die Höhenverstellung erfolgen einfach und schnell über gut zugängliche Handräder. Die Schnittbreiteneinstellung erfolgt händisch nach Skala, eine Feineinstellung ist Standardausstattung. Eine sinnvolle Auswahl an Optionen stellt die passgenaue Ausstattung der Maschine für jeden Anwendungsfall sicher.

Die im Sortiment neue Schwenkfräse TS200 baut sehr kompakt, dennoch bietet sie mit 2 x 45° einen mehr als überzeugenden Schwenkbereich für die Frässpindel. Dank dieses großen Schwenkbereiches erschließen sich dem Anwender neue Möglichkeiten der Werkstückbearbeitung sowohl an Massivholz wie an Plattenwerkstoffen. So können selbst große Werkstücke mit nach hinten geschwenkter Spindel sicher von unten bearbeitet werden – ein entscheidender Schritt zu mehr Flexibilität und Arbeitssicherheit. Sowohl Fräshöhe als auch Schwenkwinkel lassen sich an der TS200 schnell mittels Handrädern nach Digitalzähler bzw. Skala einstellen. Dank der gut zugänglich angebrachten Stellelemente ist sowohl die Fräshöhe als auch der Fräswinkel sehr einfach einzustellen. Die Frästiefe lässt sich einfach direkt am Fräsanschlag variieren. Bereits in der Grundausführung steht ein kraftvoller 4 kW Motor zur Verfügung, die Spindeldrehzahl lässt sich hier in 5 Stufen zwischen 1.500 und 9.000 U/min. durch Umlegen des Riemens variieren. Eine optionale Drehzahlregelung erschließt dem Anwender einen Drehzahlbereich von 3.000 bis 9.000 U/min. Die Gusstischplatte bietet den Werkstücken eine gute Auflage, die optionalen Tischverlängerungen unterstützen auch größere Werkstücke effektiv. Für die Querbearbeitung von Werkstücken (Schlitzarbeiten) steht neben einem auf den Maschinentisch aufsetzbaren Schiebetisch auch eine schwere, am Maschinenständer angebrachte Variante zur Wahl.

Mit der kombinierten Abricht- / Dickenhobelmaschine TP300 werden all jene Kunden angesprochen, die gute Hobelergebnisse zum günstigen Preis suchen. Die Maschine liefert Dank der robusten Maschinentische aus Grauguss und einem leistungsstarken Vorschub erstklassige Abricht- und Dickenhobelergebnisse auf geringstem Raum. Ihr einfaches Handling und ergonomische Bedienung unterstützten flüssiges Arbeiten und die Reduzierung von teuren Rüstzeiten. Der bei kombinierten Maschinen oft als umständlich und zeitraubend empfundene Wechsel von Abricht- auf Dickenhobelbetrieb und umgekehrt ist binnen Sekunden erledigt, optional ist sogar pneumatische Unterstützung zum Auf- und Abklappen der Maschinentische erhältlich. Die integrierte Spänehaube ist immer in der richtigen Position – ein Umsetzen oder Umstecken von Absauganschlüssen ist nicht nötig. Die schnelle und einfache Einstellung der Spanabnahme und die leichte Einstellung des Fügeanschlags stellen ergebnissicheres Abricht- und Fügearbeiten sicher. Da der Dickentisch auf vier Hubspindeln sicher kippfrei geführt wird, liefert die Maschine auch bei großen Querschnitten ein verlässlich präzises Hobelergebnis. Die Höheneinstellung erfolgt schnell und einfach elektromotorisch nach digitaler Anzeige, auf Wunsch steht eine Steuerung zur Verfügung. Eine Auswahl an sinnvollen Optionen ermöglicht es, die TP300 passgenau auf die Anforderungen der Anwender abzustimmen.

Mit den Lochreihenbohrmaschinen TD021 bzw. TD023 bietet Martin erstmals auch diese in vielen Werkstätten intensiv genutzte Maschine an. Wie die Typenbezeichnungen deutlich machen, verfügen die Maschinen über 21 bzw. 23 Bohrspindeln. Mit der Martin Neuheit lassen sich Korpusverbindungen, Beschlägebohrungen und Lochreihenbohrungen im System 32 rational fertigen. Auch für Massivholzverbindungen, etwa Rahmenverbindungen, lässt sich die Maschine nutzbringend einsetzen. Dank der patentierten Bohrtiefen-Schnellverstellung „Quick-Depth“ lassen sich die Bohrtiefen für vertikale und horizontale Bohrungen in Sekunden präzise, stufenlos und fehlerfrei einstellen. Der Wechsel zwischen horizontalem und vertikalem Bohren wird pneumatisch unterstützt. Der kraftvolle Motor (1,5 KW) sorgt dafür, dass Bohrungen bis 65 mm Tiefe realisierbar sind.

Komplettiert wird das Sortiment durch die Langloch- und Dübelbohrmaschine TM100. Mit dieser für die Herstellung von Dübelverbindungen und Langlöchern unerlässlichen Maschine möchte Martin alle Massivholzverarbeiter ansprechen. Da sich bei der TM 100 nicht der Maschinentisch samt Werkstück , sondern das Bohraggregat bewegt, können mit ihr auch große und schwere Bauteile – zum Beispiel Türen – präzise und schnell bearbeitet werden. Der gusseiserne Werkstückauflagetisch ist in der Schräge auf bis zu 45 Grad verstellbar. Der Bohrkopf kann in der Höhe verstellt werden. Hilfreiche Sonderzubehöre, wie etwa die Dübelbohreinrichtung oder seitliche Tischverlängerungen runden das Sortiment der Maschine ab.

 

   

 

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