MARTIN - Erfolgsgeschichte eines Unternehmens
Ottobeuren, im August 2007. Vor mehr als 85 Jahren, genau am 4. Februar 1922, legte Otto Martin mit der Firmengründung des Maschinenbauunternehmens MARTIN den Grundstein für die erfolgreiche Unternehmensgeschichte. Seit diesem Tag steht der Name MARTIN für Holzbearbeitungsmaschinen der Premiumklasse. Richtungsweisende Innovationen, zahlreiche Auszeichnungen und Patente gehen auf das Allgäuer Traditionsunternehmen zurück. MARTIN hat die Produktionsbedingungen holzbearbeitender Handwerks- und Industriebetriebe weltweit geprägt. Mit einem beeindruckenden Event stellte die OTTO MARTIN GmbH & Co. KG am 13. Mai 2007 - am Vorabend der diesjährigen LIGNA in Hannover - ihre brandneue Premium-Tischfräse T27 und weitere aktuelle Entwicklungen aus dem Hause MARTIN einem internationalem Fachpublikum vor.
„Die erste Holzbearbeitungsmaschine war eine kombinierte Kreissäge-, Fräs- und Langlochbohrmaschine in Holzkonstruktion“, erinnert sich Max Martin, Vater des jetzigen Geschäftsführers und Sohn des Unternehmensgründers. Bereits drei Jahre später verließen auch kombinierte Fräsmaschinen, Abrichthobel, kombinierte Hobelmaschinen und Bandsägen die Produktionshallen in Benningen. Im selben Jahr verbesserte MARTIN die damals allgemein übliche Holzkonstruktion von Maschinen mit einem Stahl-Beton-Verbundständer. Durch die hohe vibrationsabsorbierende Masse erhielten die Maschinen ihren noch heute geschätzten ruhigen, präzisen Lauf.
Im Jahr 1926 produzierte MARTIN die erste reine Fräsmaschine. Am 2. November 1930 verlagerte Otto Martin sein stetig wachsendes Unternehmen von Benningen ins wenige Kilometer entfernte Ottobeuren, dem heutigen Unternehmenssitz. Die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre ging auch an dem aufstrebenden Unternehmen MARTIN nicht spurlos vorbei: Hohe Auftragsverluste aus der Bau- und Möbelindustrie zwangen Otto Martin neue Aufgabenbereiche für sein Unternehmen zu erschließen. Schon Anfang 1930 produzierte MARTIN mit großem Erfolg Maschinen und Geräte für landwirtschaftliche Zwecke. 1937 wurde dann auch ein im eigenen Haus entwickelter Dieselschlepper ausgeliefert.
Nach den Wirren des 2. Weltkrieges erkannte der Inhaber die zwingende Notwendigkeit der Spezialisierung und richtete sein Unternehmen wieder ausschließlich auf die Entwicklung und Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen aus. Die Schlepperproduktion im Jahr 1950 endgültig eingestellt, gleichzeitig beginnt die Produktion der ersten kombinierten Abricht-Dickenhobelmaschinen. Im selben Jahr nimmt MARTIN erste Exportverbindungen auf. Bereits ein Jahr später stellt das Unternehmen erstmals auf der Hannover Messe aus. Im Jahr 1954 erhält die Abricht-Hobelmaschine T50 die begehrte Auszeichnung für „Gute Industrieform“, drei Jahre später wiederholt MARTIN diesen Erfolg mit der Dickenhobelmaschine T40.
Schon im Jahr 1959 nimmt MARTIN Exportverbindungen mit den USA auf und baut diesen Markt in den Folgejahren erfolgreich aus. Im selben Jahr beginnt die Auslieferung der legendären T75, der weltweit ersten Formatkreissäge mit einem auf 45 Grad schwenkbarem Sägeblatt.
Am 14. April 1964 verstirbt Unternehmensgründer Otto Martin. Beide Söhne des Gründers, Otto Martin junior und Max Martin, treten in die neu gegründete Gesellschaft ein.
Im Jahr 1972, zum 50 jährigen Firmenjubiläum, blickt MARTIN auf eine Reihe erfolgreicher Innovationen zurück, darunter die weltweit erste Tischfräse mit Hubspindeleinrichtung und die Umsetzung eines Vorritzsystems, das bei laufender Säge eingestellt werden kann.
Bereits im Jahr 1958 wurde eine neuartige und sehr sichere Fräserdornbefestigung in Tischfräsen zum Normvorschlag erhoben.
1991 präsentiert MARTIN die Vierseitenhobelmaschine T90, die dort verbaute Kollisionsschutzsicherung ist patentiert. Diese Maschine gewinnt auch die EUMACOP - Auszeichnung für „humane Arbeitsplatzgestaltung“.
Vier Jahre später meldet MARTIN die stufenlos verstellbaren Tischeinlageringe für Tischfräsen zum Patent an. Im Jahr 1996 folgt die Patentierung der ersten Vorritzsäge, die bei laufender Maschine die komfortable und präzise Ausrichtung von Ritzhöhe, -lage und -breite ermöglicht.
Gründerenkel Peter Martin trat 2000 als Assistent der Geschäftsleitung in das Unternehmen ein. Im Jahr 2001 wird er zum Geschäftsführer berufen und verantwortet fortan die Bereiche Konstruktion und technische Betriebsleitung. Seit dem Jahr 2004 ist auch Peters Ehefrau Sonja im Unternehmen, sie verantwortet als Prokuristin die Bereiche Personal und Vertrieb.
Im Jahr 2005 stellt MARTIN die Profiliermaschine T92 vor. In diesem leistungsfähigen Kehlautomaten sind erstmals frequenzgeregelte Spindelmotore verbaut, die erstklassige Hobel- und Profilierergebnisse sicherstellen.
Bereits ein Jahr später stellt MARTIN seine Innovationsstärke erneut eindrucksvoll unter Beweis und präsentiert mit der T60 und der T74 eine neue Generation von Formatkreissägen. Die T60 ist - in drei Modellvarianten angeboten - die weltweit erste Formatkreissäge der Premium-Kompaktklasse. Mit dem Modell T60 PreXision setzt MARTIN einmal mehr Maßstäbe: Ihr Sägeblatt lässt sich - weltweit einzigartig - auf beide Seiten bis 46 Grad schwenken.
Die neue T74 setzt zukunftsweisende Standards in der Premiumklasse: Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Präzision und maximale Flexibilität zeichnen diese Formatkreissäge aus.
Im Jahr 2006 betrug die Exportquote mehr als 75%. Geliefert wurde vor allem in Länder der Europäischen Union, aber auch Nordamerika, Australien und der Nahe Osten sind wichtige Märkte. Die Quote macht deutlich, wie erfolgreich sich die ausschließlich am Standort Ottobeuren gefertigten MARTIN Maschinen im Weltmarkt behaupten können.
Am 13.05.2007, dem Vorabend der diesjährigen LIGNA in Hannover, stellt MARTIN die brandneue Premium-Tischfräse T27 vor. In einer spannungsgeladenen Show wurde die Maschine dem internationalen Fachpublikum feierlich vorgestellt. Die begeisterten Reaktionen von Handel und Presse wurde von den überaus positiven Rückmeldungen der Endkunden während der folgenden LIGNA bestätigt.
Mit Beginn des Jahres 2007 richtet sich das Unternehmen auch strategisch neu aus. Die Kernkompetenzfelder SÄGEN, HOBELN und FRÄSEN werden zu Lasten des Bereiches PROFILIEREN fokussiert. Erklärtes Ziel ist es, in den drei angestammten Kernfeldern die Technologie- und Qualitätsführerschaft im Kompakt- und Premiumbereich, wo nicht schon geschehen, zu erringen und auszubauen. Von diesen Zielen angespornt geht das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft.
Dies ist die Erfolgschronik einer Familie, der Familie Martin. Sie leitet und prägt seit der Gründung vor über 85 Jahren die Geschicke des Unternehmens MARTIN, immer in spürbar tiefer Verwurzelung mit dem Standort Ottobeuren und den Menschen, die im Unternehmen tätig sind.







