Martin baut Lohnfertigung aus

Ottobeuren, im Juli 2008. Das Maschinenbauunternehmen Martin aus Ottobeuren wird nach Worten des Geschäftsführers Peter Martin den Bereich Lohnarbeit weiter ausbauen. Basis für die Erweiterungspläne stellt der Neuankauf zweier Metallbearbeitungsmaschinen dar, für die nach Unternehmensangaben ein Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro für das Jahr 2008 vorgesehen sind. Die erste Maschine, ein Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum, ist vor wenigen Wochen in Betrieb genommen worden.

 

„Mit unserem neuen CNC-Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum können Aluminium-Bauteile mit einer Länge von über 6,5 Meter bearbeitet werden“, erklärt Peter Martin, Geschäftsführer des Ottobeurer Maschinenbauunternehmens Martin. Wurden früher Werkstücke in bis zu fünf Arbeitgängen auf mehreren unterschiedlichen Maschinen gefertigt, müssten nunmehr, so Martin weiter, für dieselbe Arbeit die Werkstücke nur ein einziges Mal auf eine einzige Maschine aufgespannt werden.

Die rund 17 Meter lange und 50 Tonnen schwere Maschine, fünf Meter hoch und fünf Meter breit, wurde Anfang des Jahres mit enormen technischen Aufwand in der Werkshalle des Herstellers von Holzbearbeitungsmaschinen im Ottobeurer Gewerbegebiet installiert. Dort ist sie europaweit nahezu einzigartig. Denn neben ihrem neuen Standort in Ottobeuren existiert sie nur noch in einem Werk des Luftfahrtkonzerns Airbus im französischen Saint
Nazaire. Und eben für die Bedürfnisse der Luftfahrtindustrie wurde dieses Modell mit der Bezeichnung „PBZ HD“ von dem Maschinenbauunternehmen Handtmann aus dem schwäbischen Baienfurt entwickelt. Die absolut präzise Arbeitsweise, die insbesondere bei überdimensionalen Bauteilen für den Flugzeugbau unerlässlich ist, weckte auch das Interesse des Ottobeurer Maschinenbauunternehmens. „Was den extremen Anforderungen der Luftfahrtindustrie genügt, kann für den Maschinenbau nur recht sein“, so Peter Martin. Durch den Wegfall vieler Arbeitsgänge konnte die Maschinenproduktion im Hause Martin erheblich beschleunigt und effizienter gestaltet werden. „Das ermöglicht uns, auch unseren Bereich der Lohnfertigung für externe Betriebe weiter auszubauen“ so der Geschäftsführer. Das 1922 gegründete Unternehmen fertigt und bearbeitet seit rund 40 Jahren neben der eigenen Maschinenproduktion auch Metallbauteile für externe Unternehmen. „Ende des Jahres wird dann noch eine weitere Maschine des Werkzeugmaschinenherstellers SHW in Aalen zur effektiveren Bearbeitung von Gussbauteilen folgen“, stellt Martin in Aussicht.

 

 

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