MARTIN - Erfolgsgeschichte eines Unternehmens
Ottobeuren, 4. Februar 2006.
Auf den Tag genau vor 84 Jahren, am 4. Februar 1922, legte Otto Martin mit der Firmengründung des Maschinenbauunternehmens MARTIN den Grundstein für die erfolgreiche Unternehmensgeschichte. Seit diesem Tag steht der Name MARTIN für Holzbearbeitungsmaschinen der Premiumklasse. Richtungsweisende Innovationen, zahlreiche Auszeichnungen und Patente gehen auf das Allgäuer Traditionsunternehmen zurück. MARTIN hat die Produktionsbedingungen holzbearbeitender Handwerks- und Industriebetriebe weltweit geprägt. Unter dem Motto „Tradition goes Future.“ präsentiert der Hersteller an seinem heutigen Jubiläumstag eine neue Generation von Formatkreissägen. Mit der T60 und der T74 setzt MARTIN richtungsweisende Standards für die Branche der holzbearbeitenden Betriebe.
„Die erste Holzbearbeitungsmaschine war eine kombinierte Kreissäge-, Fräs- und Langlochbohrmaschine in Holzkonstruktion“, erinnert sich Max Martin, Sohn des Unternehmensgründers. Bereits drei Jahre später verließen auch kombinierte Fräsmaschinen, Abrichthobel, kombinierte Hobelmaschinen und Bandsägen die Produktionshallen in Benningen. Im selben Jahr verbesserte MARTIN die damals allgemein übliche Holzkonstruktion von Maschinen mit einem Stahl-Beton-Verbundständer. Durch die hohe vibrationsabsorbierende Masse erhielten die Maschinen ihren noch heute geschätzten ruhigen, präzisen Lauf.
Im Jahr 1926 produzierte MARTIN die erste reine Fräsmaschine. Am 2. November 1930 verlagerte Otto Martin sein stetig wachsendes Unternehmen von Benningen ins wenige Kilometer entfernte Ottobeuren, dem heutigen Unternehmenssitz. Die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre ging auch an dem aufstrebenden Unternehmen MARTIN nicht spurlos vorbei: Hohe Auftragsverluste aus der Bau- und Möbelindustrie zwangen Otto Martin neue Aufgabenbereiche für sein Unternehmen zu erschließen. Schon Anfang 1930 produzierte MARTIN mit großem Erfolg Pumpen für landwirtschaftliche Zwecke. 1937 wurde dann der erste Schlepper ausgeliefert. Dieser erste Schlepper von MARTIN bildete die Grundlage des 1938 in Zusammenarbeit mit Xaver Fendt entwickelten F 22.
Nach den Wirren des 2. Weltkrieges erkannte der Inhaber die zwingende Notwendigkeit der Spezialisierung und richtete sein Unternehmen wieder ausschließlich auf die Entwicklung und Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen aus. Die Schlepperproduktion wird nach 507 Auslieferungen im Jahr 1950 endgültig eingestellt, gleichzeitig beginnt die Produktion der ersten kombinierten Abricht-Dickenhobelmaschinen. Im selben Jahr nimmt MARTIN erste Exportverbindungen auf. Bereits ein Jahr später stellt das Unternehmen erstmals auf der Hannover Messe aus. Im Jahr 1954 erhält die Abricht-Hobelmaschine T50 die begehrte Auszeichnung für „Gute Industrieform“, drei Jahre später wiederholt MARTIN diesen Erfolg mit der Dickenhobelmaschine T40.
Die im Jahr 1958 entwickelte Zwangs-Fräserdornbefestigung wurde zum Normvorschlag erhoben. Im Jahr 1959 nimmt MARTIN Exportverbindungen mit den USA auf und baut diesen Markt in den Folgejahren erfolgreich aus. Im selben Jahr beginnt die Auslieferung der legendären T75, der weltweit ersten Formatkreissäge mit einem auf 45 Grad schwenkbarem Sägeblatt.
Am 14. April 1964 verstirbt Unternehmensgründer Otto Martin. Das Einzelunternehmen vollzieht die Umwandlung in die Otto MARTIN Maschinenbau GmbH & Co. KG. Beide Söhne des Gründers, Otto Martin junior und Max Martin, treten in die neu gegründete Gesellschaft ein.
Im Jahr 1972, zum 50 jährigen Firmenjubiläum, blickt MARTIN auf eine Reihe erfolgreicher Innovationen zurück, darunter die weltweit erste Tischfräse mit Hubspindeleinrichtung und die Umsetzung eines Vorritzsystems, das bei laufender Säge eingestellt werden kann.
1991 präsentiert MARTIN die Vierseitenhobelmaschine T90, die dort verbaute Kollisionsschutzsicherung ist patentiert. Diese Maschine gewinnt auch die EUMACOP - Auszeichnung für „humane Arbeitsplatzgestaltung“.
Vier Jahre später meldet MARTIN die stufenlos verstellbaren Tischeinlageringe für Tischfräsen zum Patent an. Im Jahr 1996 folgt die Patentierung der ersten Vorritzsäge, die bei laufender Maschine die komfortable und präzise Ausrichtung von Ritzhöhe, -lage und -breite ermöglicht.
Peter Martin, Sohn des Geschäftsführers Max Martin und Gründerenkel tritt 2000 als Assistent der Geschäftsleitung in das Unternehmen ein. Im Jahr 2001 wird er zum Geschäftsführer berufen und verantwortet fortan die Bereiche Konstruktion und technische Betriebsleitung. Mit dem Jahreswechsel 2005 / 2006 zieht sich Max Martin aus der Geschäftsleitung zurück, Peters Ehefrau Sonja, seit 2004 im Unternehmen, erhält als Bereichsleiterin Vertrieb Prokura.
Im Jahr 2005 stellt MARTIN die Profiliermaschine T92 vor. In diesem leistungsfähigen Kehlautomaten sind erstmals frequenzgeregelte Spindelmotore verbaut, die erstklassige Hobel- und Profilierergebnisse sicher stellen.
Bereits ein Jahr später stellt MARTIN seine Innovationsstärke erneut eindrucksvoll unter Beweis und präsentiert mit der T60 und der T74 eine neue Generation von Formatkreissägen. Die T60 ist - in drei Modellvarianten angeboten - die weltweit erste Formatkreissäge der Premium-Kompaktklasse. Mit dem Modell T60 PreXision setzt MARTIN einmal mehr Maßstäbe: Ihr Sägeblatt lässt sich - weltweit einzigartig - auf beide Seiten bis 46 Grad schwenken.
Mit der T74 setzt MARTIN zukunftsweisende Standards in der Premiumklasse: Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Präzision und maximale Flexibilität zeichnen diese Formatkreissäge aus.
Dies ist die Erfolgschronik einer Familie, der Familie Martin. Sie leitet und prägt seit der Gründung vor 84 Jahren die Geschicke des Unternehmens MARTIN, immer in spürbar tiefer Verwurzelung mit dem Standort Ottobeuren und den Menschen, die im Unternehmen tätig sind.







