Formatieren und polieren auf einer Maschine

Ottobeuren im Oktober 2006. Die MARTIN Maschinenbau GmbH & Co. KG präsentiert auf der FAKUMA erstmals die Projektstudie „Glanzfräsen“. Sie beinhaltet das Sägen und sofort anschließendes „Polieren“ der Schnittkanten.


Seit mehr als 84 Jahren steht der Name MARTIN für Holzbearbeitungsmaschinen der Premiumklasse. Sägen, Hobeln und Fräsen sind die Kernkompetenzen des Allgäuer Traditionsherstellers.
Präzision, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit zeichnen alle MARTIN Maschinen aus. Exakt auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmte Lösungen haben MARTIN zu einem starken Partner des Handwerks und der Industrie wachsen lassen.
Mit der Vorstellung der Projektstudie „Glanzfräsen“ auf der Formatkreissäge T74 Automatic unterstreicht das Allgäuer Familienunternehmen MARTIN einmal mehr seine hohe Innovationskraft.


„Mit der T74 Automatic stellen wir eine Formatkreissäge aus, die alle Eigenschaften und Vorzüge einer Maschine der Premiumklasse besitzt,“ berichtet Michael Mühldorfer, Marketingleiter der Otto MARTIN Maschinenbau GmbH & Co. KG. „Ihre große Vielseitigkeit, die Wertstabilität, die hohe Wirtschaftlichkeit und vor allem ihre beispiellose Präzision zeichnen diese Maschine aus. „Die T74 von MARTIN ist darauf ausgelegt, langfristig mit einer Längengenauigkeit von 0,1 Millimetern bzw. 0,01° zu arbeiten“, ergänzt der Marketingleiter.

In der täglichen Praxis zeigt sich schnell, ob eine Maschine diese Richtwerte auch tatsächlich erfüllt. Genau hier setzt die MARTIN Philosophie an: „Die dauerhafte Präzision einer MARTIN Maschine bedeutet für den Anwender, nicht nacharbeiten zu müssen, weder Zeit noch Material zu verschwenden und auf Anhieb das passende Werkstück herzustellen“, erläutert Mühldorfer. „Mit diesen Qualitätseigenschaften tragen MARTIN Maschinen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei“.

Seit einiger Zeit befasst sich das Unternehmen MARTIN auf Studienebene mit dem „Glanzfräsen“ von Polymethylmethylacrylat, kurz PMMA. Dieser Vorgang wird häufig auch als „Polieren von Plexiglas“ bezeichnet. Inzwischen hat die Studie einen Reifegrad erreicht, der es sinnvoll erscheinen lässt, einen größeren Kreis von Anwendern zu Wort kommen zu lassen.
Hier bietet die diesjährige FAKUMA eine hervorragende Gelegenheit.
„Ziel der Messepräsentation ist, so Mühldorfer, den Praktiker mit seinen Erfahrungen und Wünschen in die finale Entwicklung dieses Zusatzaggregates mit einzubinden. Entwicklungsziel ist ein Zusatzaggregat, das es ermöglicht, die an einer MARTIN T74 Formatkreissäge zugeschnittenen Platten aus PMMA unmittelbar nach dem Schnitt zu „polieren“.

„Die T74, so Mühldorfer, bildet das ideale Fundament für diese Erweiterung. Schon das Maschinengewicht mit ca. 1900 kg macht deutlich, dass die T74 Automatic eine sehr solide aufgebaute Maschine ist.“ Stichworte wie „Verbundständer“, „hochverrippte Gusstischplatte“ oder „Stahlzwangsführung des Besäumtisches“ fallen im Zusammenhang mit der Formatkreissäge. Diese Maschinendetails machen die Maschinen des Traditionsherstellers einzigartig, sorgen für die Präzision und ihren hoch geschätzten, ruhigen Lauf.

Für die effiziente Bearbeitung von Kunststoffen sind einige Optionen aus der reichhaltigen Zubehörliste der T74 Automatic besonders interessant.
Der Besäumtischantrieb überzeugt durch seinen absolut gleichmäßigen, exakt regulierbaren Vorschub. Die Vorschubgeschwindigkeit wird stufenlos von 0 bis 25 Meter pro Minute eingestellt. Damit lassen sich die Vorschubleistung und die spezifischen Materialgegebenheiten exakt aufeinander abstimmen. Der Anwender erzielt ohne großen Kraft- und Zeitaufwand auch an kritischen Werkstücken exzellente Schnittergebnisse. Eine ideale Ergänzung des Systems ist der optionale pneumatische Druckbalken für den Besäumtisch der T74. Mit seiner Unterstützung werden größere, nicht eben liegende Werkstücke fest und sicher auf dem Besäumtisch gespannt und können perfekt bearbeitet werden. Auch komplizierte Gehrungsschnitte an sensiblen Werkstücken gelingen dank der absolut planen Auflage leicht und zuverlässig.

„Je besser die Schnitte am Werkstück ausgeführt werden, desto geringer ist der Zeitaufwand für die anschließende Nachbearbeitung der Schnittkanten,“ resümiert Michael Mühldorfer.

Eine weitere wichtige Option ist die Sprüheinrichtung. Mit ihr kann das Hauptsägeblatt der Formatkreissäge mit Luft oder mit einem Gemisch aus Luft und Kühlmittel vor starker Erhitzung geschützt werden. Je nach bearbeitetem Werkstoff können so die Schnittergebnisse deutlich verbessert werden. „In diesem Zusammenhang sei auch die maximale Schnitthöhe von 170 Millimeter erwähnt. In manchen Fällen ist die Nutzung der vollen Schnitthöhe erst durch eine gleichzeitige, effiziente Schnittkühlung möglich.“

MARTIN stattet alle Formatkreissägen standardmäßig mit einer Touch-Screen Steuerung, integriert in ein Bedienpult auf Augenhöhe, aus. Diese Anordnung des Bedienpultes bietet entscheidende Vorteile: Blick und Konzentration bleiben konsequent auf die moderne Steuerung und die zu erledigende Aufgabe gerichtet. „Das Besondere an unserem Steuerungskonzept ist die optische und leicht verständliche Darstellung aller Einstellungen, Vorgänge und Kontrolldaten auf dem berührungssensitiven Monitor“, erklärt der Marketingleiter.
Alle Arbeitsprozesse werden direkt über leicht verständliche Funktionsfelder und Menüpunkte auf der berührungssensiblen Bedienoberfläche angewählt. Die Steuerung selektiert dabei die für den jeweiligen Arbeitsschritt erforderliche Maske und begleitet den Anwender Schritt für Schritt bei der Einstellung und Bedienung der T74. Die Formatkreissäge bleibt trotz vielfältiger Einsatzmöglichkeiten und Programmoptionen leicht bedien- und kontrollierbar.
Die T74 Automatic geht mit bis zu fünf elektronisch vernetzten Achsen perfekt um. Der Anwender positioniert so in wenigen Sekunden Schnitthöhe, -winkel und -breite.

Mit dem Winkelschnittsystem „RadioCompens“ bietet MARTIN für den Längenausgleich bei Winkelschnitten eine vollkommen neue Lösung an. Das optionale System reduziert die Rüstzeiten für Winkelschnitte um bis zu 80 Prozent. Hier ist der Parallelogrammquertisch über eine Busleitung mit der Steuerung verbunden. Die Steuerung erhält das am Parallelogrammquertisch eingestellte Winkelmaß, berechnet den erforderlichen Längenausgleich und sendet ihn per Funk direkt an die elektronischen Anzeigen des Längenanschlags. Dort wird der korrigierte Wert sofort digital angezeigt.

Das Winkelschnittsystem „Control“ reduziert die erforderlichen Einstellzeiten bei Quer- und Winkelschnitten noch weiter. Auch hier ist der Tischwinkel des Parallelogrammquertisches mit der Steuerung vernetzt, die Anschläge des Längenanschlages verfahren beim „Control“ System jedoch motorisiert und von der Steuerung voll kontrolliert.


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