Ottobeuren, 11. Juni 2007. Mit einem beeindruckenden Event stellte die MARTIN GmbH & Co. KG am 13. Mai 2007 - am Vorabend der diesjährigen LIGNA - ihre brandneue Premium-Tischfräse T27 und die aktuellen Entwicklungen im Hause MARTIN einem internationalen Fachpublikum vor. Der Begriff „Zeit“ zog sich als roter Faden durch die Ver-anstaltung. Nach einem Rückblick über das vergangene erfolgreiche Geschäftsjahr, ausgehend von der Vorstellung der neuen Sägenlinie T60 / T74 im Februar 2006 in Füssen, stellte die Geschäftsleitung unter dem Motto „Die Zeit arbeitet für Sie…“ Neues aus dem Hause MARTIN vor und bot den Gästen einen Einblick in geplante Veränderungen und Entwicklungen bis 2010. Als Highlight des Abends enthüllte der Traditionshersteller aus Ottobeuren seine neue Tischfräse T27, die als Starrfräse T27 Fix bzw. als Schwenkfräse T27 FleX erhältlich ist, mit einem feierlichen Akt. Die Hauptpersonen erläuterten auf der Bühne die ökonomischen Vorteile der T27. So bringt sie dem Kunden durch erhebliche Reduzierung der Rüstzeiten eine enorme Zeitersparnis. Auf der LIGNA, der weltgrößten Fachmesse für Holzbe- und verarbeitung, präsentierte MARTIN in den darauf folgenden Tagen sich und seine Maschinen mit einem neuen, außergewöhnlichen Standkonzept.
Über 200 Gäste aus mehr als 20 Nationen sind der Einladung ins Conven-tionCenter auf dem Messegelände Hannover gefolgt, darunter Repräsen-tanten der weltweiten Handelspartner des Unternehmens sowie Vertreter der nationalen und internationalen Fachpresse. Umrahmt von einer beeindruckenden Kulisse führten Sonja und Peter Martin durch die Veranstaltung. Unterstützt wurden sie dabei von der Moderatorin Gisa Berghof und ihrer Co-Moderatorin Rosemie, die mit Comedy-Einlagen für eine heitere Atmosphäre sorgte.
Im ersten Teil der Veranstaltung stellten die Repräsentanten von MARTIN die Erfolge vor, die der Maschinenbauer als dynamisches und leistungsfähiges Unternehmen mit seinen modernen und konkurrenzfähigen Maschinen im Jahr 2006 seit der Vorstellung seiner erfolgreichen Formatsägenlinien T60 und T74 erreichen konnte. So ist es im vergangenen Jahr gelungen, den Gesamtumsatz um 47% zu steigern. Diese hervorragende Leistung konnte vor allem durch die erfolgreiche Umstellung der Montagelogik auf Fließfertigung in allen drei Bereichen SÄGEN, HOBELN und FRÄSEN erreicht werden. So wurden die Durchlaufzeiten von bisher 3 Wochen auf 2 Tage reduziert. Der Vorteil für die Handelspartner liegt hierbei in der Möglichkeit, die Maschinenausstattung bis kurz vor Auslieferung ändern zu können. Als weiterer Meilenstein in die neue Zeit wird MARTIN das 2006 in Füssen ge-gebene Versprechen „Tradition goes Future“ vor allem durch die neue Premium-Tischfräse T27, die in die installierte Linie aufgenommen wird, erfüllen.
Im weiteren Verlauf des Abends wurde das Fachpublikum mit den Zukunftsplänen des Unternehmens bekannt gemacht. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren die Technologieführerschaft zu festigen und auszubauen. Hierfür wurde die strategische Entscheidung getroffen, sich sowohl bei den Produkten als auch bei der Fertigung auf die Kern- und Schlüsselkompetenzen zu konzentrieren. Bezüglich der Produkte bedeutet das eine Konzentration auf SÄGEN, FRÄSEN und HOBELN. In Bezug auf die Fertigung wird sich das Unternehmen auf die Fertigung der qualitätsprägenden Bauteile wie anspruchsvolle Großteile und die Montage konzentrieren. Bei Nicht-Schlüssel-teilen baut MARTIN auf langfristige Partnerschaften zu Qualitätszulieferern.
Zur Realisierung dieser Vorhaben stehen in Ottobeuren große Maschinen-investitionen und bauliche Veränderungen an. So sind für die kommenden vier Jahre Investitionen von mehreren Millionen Euro geplant. Eine der Schlüsselinvestitionen der kommenden Monate werden zwei neue Bearbeitungszentren mit hochmoderner, auch im Flugzeugbau eingesetzter Fertigungstechnologie, sein. In diesem Zusammenhang wurde die Optimierung in der Fertigung eindrucksvoll am Beispiel eines Fluges demonstriert: Die bisherige Fertigung stand für einen Umsteigeflug mit fünf Zwischenstopps. Der komfortable „Direktflug“ wird ab August dieses Jahres mit der neuen Aluminium-Bearbeitungsanlage gemacht, mit der MARTIN in die HSC (HighSpeedCutting) – Produktion einsteigt. Mit den beiden Bearbeitungszentren, die fünf bisherige Maschinen ersetzen, werden die Durchlaufzeiten um mehr als 80% reduziert. Die Veränderungen im Bereich des Maschinenparks machen entsprechende bauliche Modernisierungsmaßnahmen in großem Ausmaß erforderlich.
Vor der Pause erläuterte Michael Mühldorfer, Marketingleiter von MARTIN, Neuigkeiten bei den MARTIN-Maschinen: Die 2006 in Füssen eingeführte Premium-Kompaktsäge T60 ist nun mit drei Parallelanschlagvarianten lieferbar. So ist die T60 jetzt auch mit gesteuerter dritter Achse erhältlich. Hinzu gekommen ist auch die preislich vorteilhaft gestaltete, stufenlose Drehzahlregelung. Für die Premium-Säge T74 wurden die Basispreise für beide Modelle gesenkt. Außerdem ist der Touch-Screen aller MARTIN Sägen und Fräsen mit einer neuen Bedienoberfläche ausgestattet.
Den Höhepunkt des Abends bildete zweifellos der 2. Teil der Einführungs-veranstaltung, als die neue Premium-Tischfräse T27 in einer spannungsgeladenen Show vor dem Fachpublikum feierlich enthüllt wurde. Für beide Varianten, der Starrfräse T27 Fix und der T27 FleX, deren Spindel sich in beide Richtungen bis 46° schwenken lässt, wurden anschließend die relevanten Features in einer technischen Vorführung mit Videoübertragung von Details auf Großleinwand hautnah vorgestellt.
Peter MARTIN und Michael Mühldorfer erläuterten detailliert die Vorzüge der T27 gegenüber ihren Vorgängern der T20 und T26:
Wesentliches neues Merkmal im MARTIN Kompetenzfeld FRÄSEN ist die komplett neue Steuerung und die zukunftsgerichtete Systematik bei der Entwicklung von Software. Bereits die Basismaschine ist mit modernster Technologie ausstattet. Die moderne, intuitiv zu bedienende Touch-Screen Steuerung arbeitet mit Farb-TFT-Technik und ist in den Größen 5,7“ und 10,4“ verfügbar. Das Bedienpult, das immer auf Augenhöhe sitzt, sichert – auch durch seine stark erweiterte Beweglichkeit – höchsten Arbeitskomfort.
„Durch die Touchbedienung besteht die Möglichkeit, nachträglich neue Funktionen in die Maschine einzubringen“, so Holger Wußmann – Leiter Ent-wicklung von BERGHOF Automationstechnik. Weiter erläuterte der Repräsentant des Hardwarelieferanten die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit MARTIN, maßgeschneiderte Lösungen für anstehende Steuerungsaufgaben zu liefern. „Die Kombination von Standards, Flexibilität und Schnelligkeit ist für MARTIN und BERGHOF die Basis für den Erfolg am Markt.“
Was die Software betrifft, war oberstes Ziel bei der Programmierung der T27: „Das erste Werkstück passt, und das möglichst schnell.“ So fällt das bisher meist notwendige Probestück weg. Dies und die intelligente Steuerung bringen dem Anwender mit Rüstzeitenreduzierungen von bis zu 80% deutlich mehr Effizienz.
Schon die Grundmaschine der T27 bietet die Möglichkeit, bis zu 500 Werkzeuge in einer Werkzeugdatenbank zu erfassen und zu verwalten. Ebenfalls in der Grundausführung wird die Fräshöhe, an der T27 FleX auch der Fräswinkel, elektronisch positioniert und die Fräsanschlagposition per Handrad verstellt und elektronisch angezeigt. Können an Maschinen mit 5,7“ Steuerung bis zu 500 Werkzeugen komfortabel verwaltet werden, sind es am größeren 10,4“ Touch-Screen bis zu 1.000 Werkzeuge. Zudem hat der Bediener an dieser Elektronik den Vorteil, auch Gruppen und Favoriten innerhalb der Werkzeugdatenbank zu bilden. Das beschleunigt die Auswahl des benötigten Werkzeugs nochmals erheblich.
Innovationen gibt es auch beim Fräsanschlag. Die Neukonstruktion ermöglicht durch ihre aufwändige beidseitige Führung Wiederholgenauigkeiten von ± 0,025 mm. So erübrigt die genaue Montage des Fräsanschlages auf dem Tisch wiederholte Eichungen. Die elektrischen Tischringe sind durch verbesserte Konstruktion nun noch schmutzunempfindlicher und haben einen Durchlass von 250 mm statt 220 mm. Die Leistungsfähigkeit des Vorschubsupports wurde ebenfalls verbessert, indem die Bedienbarkeit der Option, was Anordnung der Klemm- und Lösehebel anbetrifft, optimiert wurde. Der Vorschubsupport wurde vollständig in die Steuerung integriert, sodass das Speichern der Vorschubhöhe in Programmen möglich ist. Das HSK-Schnellwechselsystem – HSK 85 Power Lock, bzw. HSK 63 F – bietet kompatible Schnittstellen zu modernen, führenden Bearbeitungszentren und Profilierautomaten.
An einer dritten im Saal aufgebauten Maschine T27, die mit einer 10,4“ Touch-Screen Steuerung ausgestattet war, erläuterte Peter Martin verschiedene Funktionen und Möglichkeiten, die sich dem Kunden durch unter-schiedliche Ausstattungen bieten. Je nach Ausbauzustand der Maschine können bis zu 6 Achsen elektronisch angezeigt, gesteuert und auch gespeichert werden. Sind es 100 Programme am 5,7“ Touch-Screen, so stehen dem Anwender an der 10,4“ Steuerung bis zu 1.000 Speicherplätze zur Verfügung. Durch diese Wahlfreiheit lässt sich jede Maschine passend zu den Anforderungen des Kunden konfigurieren. Dank der CANBus-Technologie ist ein Nachrüsten von Achsen möglich.
Peter Martin: „Wir sind ein Hersteller mit Premium-Anspruch. In unserer Unternehmenskommunikation arbeiten wir mit dem Claim ‚MARTIN setzt Stan-dards’. Unter diesem Motto stand die Entwicklung und Umsetzung des Projektes T27. Wir wollen erstklassige technische Lösungen zu einem markt-gerechten Preis anbieten und Maschinen, die technologisch führend sind und dennoch bezahlbar bleiben.“
Im Anschluss an die unterhaltsame und informative Vorführung hatten die anwesenden Gäste Gelegenheit, die neue T27 aus der Nähe kennen zu lernen. Das Fachpublikum zeigte sich durchweg begeistert von der beeindruckenden Einführungsveranstaltung und der neuen Tischfräse T27.
Zum Abschluss des Abends überraschte das Unternehmen seine Gäste mit einem fulminanten Auftritt der Showband „Szenario“, die die Stimmung im Saal zum Brodeln brachte und niemanden im Saal mehr auf seinem Stuhl verharren ließ.
In den darauf folgenden Tagen präsentierte MARTIN sich und seine Maschinen auf der LIGNA mit einem neuen Standkonzept. Der Stand wurde bereits im Februar auf der EUROBOIS in Lyon / Frankreich genutzt. Was diese „Generalprobe“ schon erwarten ließ, war die Premiere auf der LIGNA 2007 ein großer Erfolg. Der mit hohen Holzsäulen gestaltete Stand, der das Unternehmen auch äußerlich bei Besuchern und Mitbewerbern als innovativen Markenhersteller präsentierte, hob sich deutlich von den Ständen der anderen Maschinenhersteller ab und war ein echter Hingucker und Besucher-magnet.
Neben der neuen Maschine wurden natürlich auch alle anderen Maschinen des Maschinenbauers gezeigt – oft mit kleinen und auch größeren Detailverbesserungen. Das sei, so Michael Mühldorfer, verantwortlich für Marketing im Hause MARTIN, das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens: Nie auf den Lorbeeren ausruhen, dem Kunden immer die effizientere Lösung anbieten. „Wir möchten dem Kunden heute die Lösungen bieten, die ihn morgen bei seinen Kunden erfolgreich machen, denn MARTIN setzt Standards“ ergänzt er. Die durchweg positive Resonanz von Händlern und Endkunden und nicht zuletzt ein hoher Auftragseingang machen deutlich, wie erfolgreich die Messebeteiligung für den innovativen Traditionshersteller war.







